06.01.2022

Lebenswertes Zurzibiet

Freizeit

Der Klingnauer Stausee, das Weinbaumuseum Aargau, das Militär- und Festungsmuseum in Full-Reuenthal, das Thermalbad Zurzach, die Synagogen in Endingen und Lengnau: Im Zurzibiet gibt es dies und noch viel mehr zu entdecken und zu erleben.

Der Klingnauer Stausee mit seinem BirdLife-Naturzentrum, einer informativen Anlaufstelle mit Ausstellung und Erlebnispfad, ist die wohl bekannteste Naturattraktion im Zurzibiet. Die Mitarbeitenden des Kernkraftwerks Leibstadt empfehlen es allen Naturfreunden als lohnendes Ausflugsziel. Natürlich gehört auch das KKW-eigene Infozentrum zu den zahlreichen Tipps über die lebenswerte Region Zurzibiet, die bei den regionalen Arbeitgebern auf Work Life Aargau aufgeführt sind.

Das Zurzibiet ist eine ausgesprochene Genussregion. Im historischen Städtchen Klingnau fand auch im Dezember 2021 der traditionelle Klingnauer Chlausmarkt statt. Die Marktkommission hat eine Bildergalerie veröffentlicht, die zeigt, wie die geschmückte Altstadt einen stimmungsvollen Auftakt in die Adventszeit bietet. Auch der Weihnachtsmarkt Bad Zurzach verwandelt den charmanten Ortskern des ehemaligen Marktfleckens in ein zauberhaftes Weihnachtsdorf mit weit über 100 Ständen und Weihnachtshüsli sowie vielen Attraktionen und Konzerten.

Der Weinbau ist ein wichtiges Kulturgut

Gleicher Ort, andere Jahreszeit: Jeweils im Sommer wird in Bad Zurzach am traditionellen Floh- und Antiquitätenmarkt mit über 100 Marktfahrer*innen um Bücher, Kleider, Taschen und Porzellan gefeilscht. Umrahmt wird der Markt von Drehorgelmusik von über 50 Drehorgelmännern und -frauen in malerischen Kostümen. Und im Herbst steigt in Döttingen das grösste Winzerfest der Deutschschweiz. Die 69. Durchführung musste wegen Corona auf 2022 verschoben werden. Während drei Tagen kann man in Döttingen Wein degustieren, den Winzermarkt besuchen, Musik hören und den grossen Winzerumzug geniessen.

Ein Hotspot der Weinkultur befindet sich in einem Nachbardorf von Döttingen: das Weinbaumuseum Aargau in Tegerfelden, der grössten Weinbaugemeinde im Kanton. Hier kann man schon ab April die Weinkultur vom Rebschössling bis zur Flaschenabfüllung erleben. In der ehemaligen Wiss-Trotte aus dem Jahr 1788 erhalten die Besucher*innen, begleitet von fachkundigen Museumsführer*innen, einen Überblick über Entstehung und Vielfalt der Aargauer Weine, die man natürlich auch degustieren kann.

Wer den Rebbau aus erster Hand «erwandern» oder «erfahren» will, begibt sich in die Höhen des unteren Aaretals. Zwischen Endingen und Klingnau befindet sich der Aargauer Wein-Wanderweg, der durch eine idyllische Hügellandschaft führt. Oder man fährt ab Bad Zurzach mit dem Elektrovelo über den Zurziberg nach Tegerfelden und weiter nach Endingen, Villigen, Döttingen, Koblenz und wieder zurück nach Bad Zurzach. Auf dieser Rundtour kommt man an mehreren Weinbaubetrieben vorbei.

Themenwege mit dem Velo oder zu Fuss

Auch abgesehen vom Weinbau ist das Angebot an Outdoor-Aktivitäten im Zurzibiet riesig. Um gleich beim Velofahren zu bleiben: Die ViaRheana, der längste Kulturweg der Schweiz, führt auf einem Teilstück entlang der historischen Wasserstrasse des Rheins auch durch die Region. Mit dem Fahrrad geht’s in Bad Zurzach los «auf schmalen Pfaden durch Zeitgeschichten». Beispiele hierfür sind der römische Wachtturm beim Koblenzer Laufen und das Militär- und Festungsmuseum in Full-Reuenthal. Das Schweizerische Militärmuseum zeigt die technische Entwicklung der Armee, das Festungsmuseum Reuenthal das voll ausgerüstete, 1937/38 erbaute Artilleriewerk mit seinen Geschütz- und Beobachtungsständen, Nahverteidigungsbunkern und den unterirdischen Anlagen mit Unterkunft, Operationstrakt und Maschinenraum.

Von Kaiserstuhl über die Rheinbrücke führen die ersten Meter des grenzüberschreitenden Skulpturenwegs. Die Kunst am Rhein soll nationale und kantonale Grenzen aufheben und dazu anregen, über eigene Grenzen nachzudenken. Der binationale kulturelle Themenweg entlang des Rheins ist der erste seiner Art in Europa. Äusserst abwechslungsreich ist der Familien- und Spielweg in und um Bad Zurzach. Auf neun Kilometern kommt man vorbei an einer Fähre, einer Mühle, dem Biber, einem Schloss, einem Museum, dem Thermalbad-Turm… In einer ausführlichen Broschüre erzählt eine Familie, was es alles zu entdecken und zu erleben gibt. Teil des Familien- und Spielwegs ist der Tierpark Bad Zurzach mit seinen Ziegen, Vögeln, Fischen sowie anderen heimischen und exotischen Tieren.

In der Region kann man ganzjährig baden

Im Gegensatz zum Tierpark sind die Freibäder in der Region Zurzibiet natürlich nicht ganzjährig geöffnet. Das Regibad Zurzach kann für sich jedoch in Anspruch nehmen, die Saison so früh zu eröffnen wie keine andere Badi, denn es ist beheizt und wartet mit einer Wassertemperatur von bis zu 25 Grad auf. 2022 wird das idyllisch direkt am Rhein gelegene Regibad bereits am 9. April eröffnet, und es schliesst erst am 14. Oktober wieder. Weitere Freibäder befinden sich in Klingnau, Döttingen, Full-Reuenthal und Endingen. Wer ganzjährig baden möchte, besucht das Thermalbad Zurzach.

Christliche und jüdische Kulturdenkmäler

Das Zurzibiet ist reich an Kulturdenkmälern und -institutionen. In Bad Zurzach steht seit 1600 Jahren das Verenamünster, eine der schönsten Kirchen im Aargau. Sie entstand über dem Grab der Heiligen Verena und ist sowohl Wallfahrts- als auch Pfarrkirche und Kulturort. Südlich des Verenamünsters dient die Obere Kirche heute als Konzertsaal. Im Surbtal sind ebenfalls zwei sakrale Bauten herausragend: die Synagoge Endingen und die Synagoge Lengnau. Endingen und Lengnau waren vom frühen 17. Jahrhundert bis Mitte des 19. Jahrhunderts das Zuhause für Juden, da sie die einzigen Dörfer in der Schweiz waren, in denen eine dauerhafte Niederlassung erlaubt war. Ein jüdischer Kulturweg vermittelt weitere Informationen über das Leben der Jüdinnen und Juden in den beiden Gemeinden. Er führt auch zum 1750 eingerichteten jüdischen Friedhof.

Zum Schluss ein ganz besonderes Kulturangebot für Klein und Gross: In Fisibach haben Eberhard Unternehmungen ein Baggermuseum ins Leben gerufen. Erwachsene erfahren in einer Ausstellung, wie die Firma von einem einfachen Bauernbetrieb zu einer Unternehmung mit über 500 Mitarbeitenden heranwuchs. Und die Kinder freuen sich bestimmt über den riesigen Spielplatz, auf dem sie natürlich selbst mit einem Bagger hantieren dürfen.

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