16.02.2022

Lebenswerte Region Aarau

Freizeit

Sich treiben lassen im Fluss, den Alpenzeiger erklimmen oder dank der Meyerschen Stollen in die Unterwelt hinabsteigen – die Stadt Aarau hat so einiges zu bieten. Ein Golfplatz, eines der fünf letzten Strohdachhäuser des Kantons und die Jurahöhen sind in unmittelbarer Nähe und tragen zum attraktiven Angebot der Region bei.

Die Städte Aarau und Baden sehen sich gern als Kontrahentinnen. Wer in Aarau wohnt, findet es hier lebenswerter, bei den Badener*innen ist es umgekehrt. Und natürlich haben beide recht. Schauen wir hier auf die kulturellen, sportlichen, landschaftlichen usw. Vorzüge der Region Aarau.

Was man in Aarau zum Beispiel besser kann als in Baden, ist – ausgerechnet – baden. Natürlich nicht im Thermalwasser oder im Freibad, sondern im Fluss: Der Aarekanal Aarau ist im Sommer ein Hotspot für Wasserratten. Dazu gehören auch Mitarbeitende des Gebäudetechnik-Unternehmens HKG, die sich gern «über Mittag oder am Feierabend in der kühlen Strömung Fluss abwärts treiben lassen», wie sie auf Work Life Aargau schreiben. Andere wandern lieber auf den Aarauer Hausberg Gisliflue.

Ähnlich geht es den Mitarbeitenden der Zementherstellerin JURA Materials. Neben der Aarauer Altstadt schwärmen sie von Fusswegen entlang der Aare, wo man den Kopf auslüften könne, von den verschiedenen Freiluft-Restaurants am Flussufer und vom Aussichtspunkt Alpenzeiger, der über viele Treppenstufen zu erreichen ist und deshalb einiges an Fitnesspotenzial birgt. Die Aare geniessen können auch die Mitarbeitenden am Standort Wildegg mit den Jura-Cement-Fabriken.

Das erste Bundeshaus der Schweiz steht in Aarau

Eine andere Aarauer Besonderheit sind die Meyerschen Stollen, ein unterirdisches Wassersammel-System, das im frühen 19. Jahrhundert für die Seidenband-Industrie angelegt wurde. Weitere Themen der Stadtgeschichte spiegelt auf lebendige Weise das Stadtmuseum Aarau. Eine Ausstellung begleitet den «Aufschluss Meyerstollen» genannten öffentlichen Zugang zum Baudenkmal. Um gleich bei den kulturellen Einzigartigkeiten der Kantonshauptstadt zu bleiben: In Aarau steht das erste Bundeshaus der Schweiz aus der Zeit der Helvetik (1798): die Villa «zum Schlossgarten». Im herrschaftlichen Haus ist heute das Forum Schlossplatz untergebracht, das in Ausstellungen mit Begleitprogramm Themen aus Kunst, Kultur und Gesellschaft aufgreift und zur Diskussion stellt.

Eher für Familien geeignet ist das Naturama Aargau. Hier können Gross und Klein ein Mammutbaby streicheln, lebende Zwergmäuse und Frösche beobachten, in Käferperspektive den Wiesendschungel erforschen, im Naturlabor eine Biberburg bauen und die eigene Klimaverträglichkeit messen. Noch mehr Tiere gibt’s im Wildpark Roggenhausen, wo sich Hirsche, Mufflons, Wildschweine und seltene Haustierarten tummeln. Ein Naturlehrpfad und ein Obstbaumgarten ergänzen die Anlage. Auch einen schönen Ausflug wert ist der Aarauer Planetenweg. Grössen und Abstände der Planeten unseres Sonnensystems «begreift» man auf einer Wanderung von Aarau Richtung Zofingen.

Durch «ein innovatives, breit gefächertes Vermittlungsangebot» bringt das Aargauer Kunsthaus seine Ausstellungen und die Sammlung auch explizit «jungen Publikumsschichten» näher. 2003 von den Architekten Herzog & de Meuron erweitert, beherbergt das Kunsthaus eine der schönsten und umfassendsten Sammlungen an Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Jährlich werden rund zehn Sonderausstellungen von nationaler und internationaler Bedeutung präsentiert. Mit der Bühne Aarau in der Alten Reithalle verfügt die Stadt seit 2021 auch im Bereich der darstellenden Kunst über einen Leuchtturm.

Aarau hat natürlich auch seine Feste, wie die Mitarbeitenden des Kantonsspitals Aarau richtig bemerken. Der Maienzug vor den Sommerferien ist das grösste Aargauer Kinder- und Jugendfest, und dies seit über 400 Jahren. Am Freitagmorgen vor den Sommerferien verwandeln Hunderte Kinder- und Jugendliche auf ihrem Umzug die Stadt in ein Blumenmeer. Im Herbst, am Bachfischet, ist es dann ein Lichtermeer, wenn die Schülerinnen und Schüler mit selbstgebastelten Laternen und Lampions durch die Altstadtgassen ziehen.

Auch abseits des Zentrums gibt es viel zu entdecken

Die Region Aarau erstreckt sich nördlich ins Staffeleggtal und südlich ins Wynen- uns Suhrental. Auch abseits des Zentrums gibt es vieles zu entdecken und zu erleben. Buchs und Suhr sind grössere Wohngemeinden mit einer gut ausgebauten Infrastruktur wie dem Kultur- und Kongresszentrum Bärenmatte oder dem Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen, das mit einer sogenannten Traglufthalle überdacht und ab 2024 auch als temporäres Hallenbad genutzt werden soll. Zwischen Gränichen und Teufenthal im Wynental erhebt sich, umgeben von bewaldeten Hügeln, das Schloss Liebegg. Der Trägerverein stellt die Anlage einer breiten Öffentlichkeit für Tagungen, Sitzungen, Seminare und Festivitäten zur Verfügung. Auf Schloss Liebegg befindet sich auch das Hexenmuseum Schweiz.

Ausgangs des Suhrentals befindet sich der Golfclub Entfelden mit dem einzigen 18-Loch-Platz im Kanton Aargau – ein Ort, wo man auch im Winter auf Sommergreens spielen kann. Ebenfalls ganzjährig zugänglich ist das Frei- und Hallenbad Entfelden. Markus Reber, Central Service Manager bei Hexagon Manufacturing Intelligence in Unterentfelden schreibt in seinem Mitarbeitertipp auf Work Life Aargau: «Es sorgt neben der körperlichen Fitness auch für klare Gedanken... ja und manchmal sogar für ein wenig Feriengefühle. Also für mich ein idealer Ausgleich... mit Turboeffekt.» Talaufwärts steht das imposante Strohdachhaus von Muhen, eines der fünf letzten Strohdachhäuser im Kanton Aargau. Es ist zugleich ein Bauern- und Wohnmuseum. Das Zentrum des Suhrentals bildet Schöftland, das mit Aarau via Wynental- und Suhrentalbahn verbunden ist. Hier gibt es ebenfalls einige Annehmlichkeiten wie ein Freibad und einen Kino-Komplex. Im benachbarten Hirschthal steht ein ganz besonderer Bau: die Biberburg. Das Gastronomie- und Kulturlokal aus Holz ist der Tierwelt nachempfunden.

Schauen wir zum Schluss auf den Norden der Region Aarau. Die Ausläufer des Jura sind eine herrliche Wanderregion. Naturwandern auf der Barmelweid, der Jura-Höhenweg mit einem Abstecher von der Passhöhe Staffelegg nach Aarau und der Aargauer Weg von Frick über die Region Aarau nach Muri sind nur drei von zahlreichen Routenvorschlägen. Und wer sich auf eine ganz spezielle Abkühlung nach dem Marsch einlassen möchte, besucht die Bio-Badi Biberstein. 2000 eröffnet, war sie damals der erste öffentliche Schwimmteich der Schweiz.

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