17.03.2021

Der «PSI Diversity Award» – Fairness, Offenheit und Respekt als Führungsgrundsätze

Unternehmen

Gesunde, zufriedene und engagierte Mitarbeitende sind das wichtigste Kapital des Paul Scherrer Instituts, denn sie stellen Innovation und Leistung sicher. Der «PSI Diversity Award» zeichnet deshalb Führungskräfte aus, die Fairness, Offenheit und Respekt in allen Beziehungen sowie die Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden fördern.

Der «PSI Diversity Award» wurde 2018 ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre verliehen. Ziel des Preises ist es, Führungskräfte aus allen Berufsfeldern am PSI zu honorieren, welche Chancengleichheit, Vielfalt und die Vereinbarkeit von Beruf und anderen Lebensbereichen innerhalb ihres Teams proaktiv fördern.

Mitarbeitende eines Teams konnten Ihre Führungskraft für den «PSI Diversity Award» im Verlauf des Jahres 2020 nominieren. Die Nomination möglicher Preisträger*innen erfolgte durch einzelne oder mehrere Mitarbeiter*innen eines Teams. Alle eingegangenen Nominationen wurden von der Jury des «PSI Diversity Awards» ausgewertet. Sie setzte sich zusammen aus Vertreter*innen verschiedener Bereiche und Berufsgruppen sowie einer externen Expertin. Insgesamt gingen 11 Nominationen ein. Bereits die Nomination an sich ist eine Auszeichnung. Für die finale Runde wurden drei Führungskräfte ausgewählt, die im Folgenden kurz vorgestellt werden. Es war der Jury eine Freude, Eva Hartmann aufgrund ihres ausserordentlichen Engagements für Chancengleichheit, Diversität und Inklusion als Gewinnerin des «PSI Diversity Awards» 2020 zu ehren.

Die Finalist*innen des «PSI Diversity Awards 2020» im Portrait

Links: Eva Hartmann, Rechts oben: David Meer, Rechts unten: Marco Stampanoni

Eva Hartmann leitet ein Team, das aus Personen diverser Nationalitäten und Fachrichtungen besteht und ein breites Altersspektrum vertritt. Besonders positiv wird von ihrem Team erwähnt, dass sie durch ihre offene und faire Art und ihre lösungsorientierten Ansätze den Teamgeist und damit die Produktivität und Effizienz gesteigert hat. Während des Corona-Shutdowns führte sie tägliche Online-Meetings durch, welche vom Team sehr geschätzt wurden. Zudem wird sie von ihren Mitarbeitenden als Vorbild gesehen, da sie als Mutter im Teilzeitpensum eine Führungsposition innehat und dies hervorragend umsetzt. Eva Hartmann findet eine sehr gute Verbindung mit ihren Teammitgliedern wichtig. Eine gelebte Fehlerkultur ist für sie sehr bedeutsam und eine stringente Ressourcenplanung unabdingbar. Wo und zu welchen Zeiten ihre Teammitglieder arbeiten, bezeichnet sie als sekundär, solange die Resultate stimmen.

David Meer führt ein Team aus verschiedenen Nationalitäten und überzeugt mit seiner reflektierten und respektvollen Art. Er unterstützt die Mitarbeitenden, die aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, auf beruflicher und persönlicher Ebene, was ihm mit einem Teilzeitpensum sehr gut gelingt. Er führt regelmässig Gespräche mit jedem Teammitglied durch. Dies setzte er bereits vor Corona um, im Corona-Shutdown hat David Meer diesen Austausch noch intensiviert. Seinen chancengerechten Führungsstil wird von seinem Team überaus geschätzt. David Meer führt mit einer flachen Hierarchie und fördert die offene Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und Führungskraft. Fehler spricht er direkt an, damit sie sich nicht wiederholen und das Team daraus lernen kann.

Marco Stampanoni leitet ein multikulturelles und interdisziplinäres Team. Dieses schätzt seine lösungsorientierte Arbeitsweise und mag, dass er viel Vertrauen in seine Mitarbeitenden setzt. Marco Stampanoni holt die verschiedenen Bedürfnisse seiner Teammitglieder ein und bespricht individuelle Situationen. Das Team betont, wie sehr er mit seinem pragmatischen und gerechten Führungsstil den Teamzusammenhalt – vor allem auch in der Coronakrise –  stärkte und damit ermöglichte, dass trotz grosser Herausforderungen ambitionierte Ziele erreicht werden konnten. Marco Stampanoni sieht seine Aufgabe als Führungsperson darin, die Rahmenbedingungen zu schaffen, sodass das Team motiviert und erfolgreich arbeiten kann. Mit seiner personalisierten Führung möchte er erreichen, dass die Teammitglieder nicht für ihn, sondern mit ihm arbeiten, um gemeinsam Herausforderungen zu meistern.

Alle drei Führungskräfte zeigen ein beispielhaftes Führungsverständnis. Sie fördern Chancengleichheit und Diversität in ihrem Team und betrachten diese Werte als Bereicherung für die Innovation, Leistung und Zufriedenheit der Teammitglieder. Mit ihren Führungsstilen schreiten die drei Finalist*innen des PSI Diversity Awards als Vorbild voran.

Bedeutung des Awards

Die Gewinner*in des «PSI Diversity Awards» erhält eine personalisierte Trophy in Form eines Kaleidoskops. Das Kaleidoskop spielt mit Spiegeln und Lichtern und steht daher symbolisch für das PSI und seine Forschung an Strahllinien. Die dabei entstehenden Lichtbilder repräsentieren aber auch die Vielfalt der Menschen am PSI. Ein Kaleidoskop ist auch ein Spielzeug und steht so für die Vereinbarkeit verschiedener Lebensbereiche.

Der Award sensibilisiert und fördert die wichtige Bedeutung von Vielfalt und Diversität als Führungswerte am PSI und zeigt, wie sie aktiv gelebt werden können. Am Paul Scherrer Institut arbeiten Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Kompetenzen an gemeinsamen Zielen. Dies fordert einen respektvollen und sensiblen Umgang von allen. Mit der Verleihung des «PSI Diversity Awards» wird in eine respektvolle und inklusive Arbeitskultur investiert und Vorbilder werden sichtbar gemacht.

Autorin: Katie Olsen, PSI

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